Projektarbeit 03-1 : Korrosionsanalyse an der Eisenbahnbrücke über den Rhein in Duisburg-Hochfeld

Foto: Jürgen Finke, Günter Meerkamp

Die untersuchte Konstruktion ist äußerst vielgliedrig, da alle tragenden Querschnitte der Haupt- und Querträger sowie der Querverbände durch Nietung aus Einzelprofilen und Blechen zusammengesetzt sind. Dabei vervielfältigen sich die korrosionsanfälligen Kanten, Ecken und Spalten gegenüber einer modernen Schweißkonstruktion. In diesen Bereichen beginnt die Korrosion aufgrund hoher Befeuchtung und Staubbelastung, aber auch durch artfremde Verunreinigungen, wie Taubenkot.

Da die Brücke mitten in einem Industriegebiet liegt und eine erhöhte Belastung der Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Stickoxid, Kohlendioxid sowie Chlorid nachweisbar ist, wird gemäß DIN EN ISO 12944-2 die Korrosivitätskategorie C 4 (stark) bzw. C 5 - I (sehr stark) festgelegt.

Neben der Flächenkorrosion konnte vor allem im Bereich der Haupt- und Querträger eine verstärkte Muldenkorrosion beobachten werden. In einzelnen Fällen zeigen sich Materialzerstörungen durch Lochfraß.

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