Projektarbeit 05-1 : Erstellung eines Sanierungskonzeptes für die Füll- und Entleersysteme der Schleuse Datteln

Foto: Jürgen Finke, Günter Meerkamp

Die hier vorgestellte Projektarbeit befasst sich mit der Erstellung eines Sanierungskonzeptes für die Füll- und Entleersysteme der Dattelner Schleuse am Wesel-Dattel-Kanal, ein Wasserbauwerk im Zuständigkeitsbereich des Wasser und Schifffahrtsamts (WSA) Duisburg-Meiderich.

Die Füll- und Entleersysteme gleichen den mit jedem Schleusenvorgang verbundenen Wasserverlust der oberen Kanalhaltung aus. Es handelt sich dabei um zwei, auf eine Länge von etwa 350 Meter parallel verlaufende Röhren im Durchmesser DN 2200 und 1650.

Beide Stränge wurden aus je 41 Einzelsegmenten zusammengeflanscht und verschraubt. Diese Flanschübergänge weisen z. T. erhebliche Korrosionsschäden auf. Zur Ausschreibung der Sanierungsmaßnahme sind detaillierte Kenntnisse über den Umfang der Korrosionsschäden, die vorliegenden Korrosionsarten, die Korrosion fördernden Faktoren sowie über die Art der Altbeschichtung erforderlich.

Die Zusammensetzung der Altbeschichtung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Wahl der anwendbaren Verfahren zur Oberflächenvorbereitung und der damit verbundenen Arbeitssicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen. So bereiten beispielsweise die in der Vergangenheit verwendeten teerhaltigen Beschichtungsstoffen heute Probleme. Teerhaltige Beschichtungen enthalten u.a. sehr hohe Anteile von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK´s) sowie in ihren Modifikationen, Asbest. Beide Stoffe, PAK´s wie auch Asbest, sind als gesundheitsgefährdend und krebserzeugend eingestuft. Dies stellt hohe Anforderungen an Arbeitssicherheit-, Umweltschutz- und Entsorgungsmaßnahmen bei der Ausbesserung und Entschichtung von Altanstrichen, wenn Asbest und PAKs freigesetzt werden.

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